Test

Test F1 2017(Xbox/PS4 Pro)

Formel 1 2017 (Codemasters) Test

Einleitung

Das neue Reglement der FIA im Jahr 2017 tut nicht nur der Formel 1 gut, sondern natürlich auch Spielen mit entsprechender Lizenz und da macht F1 2017 von Codemasters optisch eine sehr gute Figur und das nicht nur weil die F1 Boliden dieses Jahr mit Ihren breiten Reifen tieferen Heckfügeln einfach aggressiver wirken.

Diese Umsetzung in F1 2017 spürt man schon in der ersten Kurve nie war man später auf der Bremse und früher auf dem Gas, allein das gibt zum Vorgänger von 2016 ein neues Spielgefühl.

Dazu wurde das Force Feedback noch einmal ein gutes Stück verbessert, Bodenwellen, rutschende Reifen, Randsteine, man spürt sie und das nicht nur mit Lenkrad auch die Controllersteuerung weiß zu überzeugen dazu noch Boxenfunk über den integrierten Lautsprecher des DS4 Controllers im Gegenzug gibt es auf der Xbox nochmal ein feineres Feedback der Strecke und des Eigenen Boliden über die Rumble Trigger.

Dynamisches Wetter was einem gern mal das Qualifying verhagelt, oder plötzliche Regenschauer im Rennen geben die ganze Bandbreite eines F1 Rennens wieder, Anweisungen an die Boxencrew wegen geänderter Flügeleinstellungen, Wechsel der Reifenstrategie und dazu auf Wunsch ein fast Komplet manueller Boxenstopp.

Das MFA Display gibt einem jederzeit den kompletten Überblick über den Zustand unserer Fahrzeuges, was da ist noch zu viel Sprit im Tank na dan nutzen wir die nächste Gerade doch lieber mit einem fetten Gemisch, man hat jederzeit das Gefühl mehr als nur jemand zu sein der der Wagen im Kreis dreht, sondern selbst eine wichtige Schraube im Taktikmanagement zu sein.

Die Gegner KI kann man dieses Jahr in 110 feinen Stufen auf das eigene Niveau einstellen und hat so immer Gegner mit denen man sich spannende Duelle liefern kann, Fahrhilfen ink. Rückspulfunktion werden dem Einsteiger genauso an die Seite gestellt wie das abschalten sämtlicher Hilfen dem Profi zur Verfügung stehen.

 

 
Der massiv ausgebaute Karrieremodus wird dieses Jahr noch zur Auflockerung mit Einladungsveranstaltungen in klassischen Autos vergangener Jahre gespickt. Und da ein F1 Wagen sich im Laufe der Saison auch immer wieder erneuert habt ihr insgesamt 115 Optionen aus den Kernbereichen Chassis, Aerodynamik, Strapazierfähigkeit und Antrieb zur Verfügung um Euren Boliden im Lauf der Saison zu verbessern, die dafür nötigen Punkte sammelt Ihr in den bis zu drei Trainings Sessions. In diesen könnt Ihr diverse Testprogramme für das Team absolvieren, Reifenmanagement, Benzinmanagement, Streckenakklimatisierung helfen Euch das beste aus eurem Boliden herauszuholen und ein Gefühl für die Strecke zu bekommen. Aber ich hier ist Taktik angesagt der Verschleiß Eurer Teile ist von immenser Bedeutung und wenn Ihr Euren Motor immer nur am Limit bewegt wird das Aggregat schneller verschleißen und bei 4 Motoren je Saison ist dann auf jeden Fall irgendwann Zeit für den Schongang.

Die bereits angesprocheneren Einladung Events in klassischen Rennwagen wie Michael Schumachers 2002 WM Ferrari oder Ayrton Senna’s McLaren MP4/4 sind aufgeteilt in Mehrklassen-Rennen, Überholherausforderungen und Standard Rennen, nur leider nicht nach dem Reglement was damals herrschte mal wieder die Boxenstopps mit Tanken zu absolvieren wäre ein feiner Leckerbissen obendrauf genauso wie leider auch Strecken fehlen die nicht mehr Teil des aktuellen F1 Kalenders sind.

Auch grafisch mag F1 2017 in großen Teilen überzeugen, aufwändig modellierte Fahrzeuge, tolle Beleuchtungseffekte, hier ist besonders Monaco bei Nacht ein echter Hingucker, tolle Regeneffekte, funken sprühende Unterböden, ein fast kompletter Blindflug wenn man im Fahrwasser des Vordermannes zu stark aufschließt. Umso krasser fällt dann allerdings die Detailarmut in den Gesichtern der einzelnen Protagonisten auf die beinahe schon wächsern wirken. Dazu kommt noch gelegentliches Tearing auch die Ps4 Pro Version kommt hier nicht viel besser bei weg. Interessant wäre bestimmt ein erneuter Blick auf die Xbox One X Fassung da hier noch sehr viel Luft nach oben ist und einiges noch ein Feintuning erhalten soll. Das angesprochene Tearing konnte ich in einem kurzen Test auf der Xbox One X nicht ausmachen, aber hier heißt es auf die endgültige Version zu warten.

 

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Test Sniper Ghost Warrior 3 (PS4 Pro)

Sniper Ghost Warrior 3 Test

Einleitung

Sniper Ghost Warrior 3 ein Spiel das ein bisschen zu viel von allem will, selten habe ich mich im Vorfeld eines Tests so schwer damit getan zu entscheiden wo das Spiel landet, Ihr habt bestimmt schon viele Tests mit weniger guten Noten gelesen zu Sniper Ghost Warrior 3, aber es macht Spaß und das ist es was Spiele machen sollen. Sniper Ghost Warrior 3 ist auf jeden Fall besser als seine Vorgänger und auch auf jeden Fall schlechter als ein Sniper Elite 4. Aber es kann trotzdem gefallen. Und wenn CI Games die negativen Aspekte des dritten Teils in einer Fortsetzung ausmerzen kann wächst dort ein wirklich gutes Sniper Game.

Aber spulen wir mal zurück auf Anfang worum geht es.

Die Story

Wir sind Jonathan North ein Elite Soldat und im Prolog versucht der Entwickler uns die enge Freundschaft mit unserem Bruder nahezubringen, welcher auch gleich von bösen Schergen entführt wird. Im Kampagnen Verlauf gibt es immer wieder Hinweise das wohl unser Bruder auch in Georgien und dem dort herrschenden Separaten Konflikt eine Rolle spielt. Uns zur Seite stehen in diesem Konflikt zwei zwanghaft sexy dargestellte Frauen wovon wir mit einer schon Hochzeitspläne hatten und die uns durch unsere Missionen mehr oder weniger begleiten. Hintergrundgeschichte und gerade die Darstellung von zwischenmenschlichen Beziehungen versagt eigentlich auf der ganzen Linie und wenn dann noch eine Mossad Agentin auftaucht deren Dekolleté bis zum Bauchnabel reicht, geht spätestens dann jede Glaubwürdigkeit verloren. Die Synchron Sprecher setzen dem ganzen durch ihre absolut emotionslosen Stimmen noch einen drauf. Zwischendurch gibt es aber innerhalb der Missionen immer wieder mal Smalltalk der einen schmunzeln lässt wenn dann Wachen ihre „Pornosammlung“ gegen Waffen eintauschen wollen.

Damit ist die Story praktisch abgehakt und schafft es leider nicht einen Rahmen zu schaffen der über ein durchschnittliches B-Movie herausreicht.

Die Spielwiese

Damit kommen wir zum zweiten Protagonisten: Der Spielwelt, diese ist offen gestaltet verdient aber nicht wirklich den Begriff offene Spielwelt da sie eigentlich nur dazu dient uns von Punkt A nach Punkt B zu bringen, die Straßen sind öde und leer andere Fahrzeuge außer dem eigenen kann man nicht nutzen, ein KI Eigenleben ist praktisch nicht präsent. Aber es sieht gut aus auch wenn es immer wieder niedrig aufgelöste Texturen gibt sind die dynamischen Licht und Schatteneffekte ein Hingucker, ja es sieht alles öde und trostlos aus aber irgendwie passt auch genau dieser Eindruck in das Szenario. Und generell habe ich das Gefühl mich in einer echten Welt zu bewegen die Gestaltung der Landschaften, die Graffitis an den Häuser in den zerstörten Baracken, den Zugdepots wirken einfach sehr realistisch. Und spätestens wenn wir in unserem Versteck ankommen entdecken wir die Liebe des Entwicklers zum Detail, sei es die improvisierte Dusche, die schäbige Chemie Toilette oder aber unsere heruntergekommene Matratze die als Schlafplatz dient. Und zusätzlich wird unser Versteck im Laufe des Spiels auch mit den Sammelobjekten die wir finden können dekoriert und nicht wie von vielen Spielen gewohnt in einer Vitrine angesammelt, sondern verstreut können wir in jeder Ecke etwas entdecken, sei es die goldenen Armbänder die auf unserer Schreibtischlampe liegen, das an der Wand aufgehängte Bild Jesus oder aber der verzierte Doch den wir wohl einfach in die Werkbank gestoßen haben.

Apropos Werkbank natürlich können wir in Sniper Ghost Warrior 3 auch unsere Munition, Adrenalinspritzen, Granaten usw. selber herstellen wofür der Entwickler dieses Craftingsystem eingebaut hat ist ihm aber wahrscheinlich selber nicht klar, brauchen tut man es einfach gar nicht und selbst wenn man es nutzt verschafft es einem keinerlei Vorteile, schade eine verpasste Chance.

Wo wir gerade bei dem Theme Sammelobjekte sind, diese dienen natürlich dazu uns doch noch einen Anreiz zu geben die Spielwelt zu erkunden, auf den 3 vorhandenen Bereichen sind eine Menge von sogenannten Interessenpunkten zu finden. An diesen gibt es dann etwa besagte Sammelobjekte, historische Scharfschützengewehre, georgische Gefangene zu befreien und auch die „Most Wanted“ gesuchte Verbrecher die wir abseits der Story zur Strecke bringen können.

 

Das Spiel

Und damit kommen wir zum Hauptdarsteller des Spiels – Die Kampagne.

Wir haben 3 Möglichkeiten unsere Einsätze zu lösen entweder als Sniper, Ghost oder Warrior, je nach Vorgehensweise erhalten wir Fähigkeitspunkte und können so in die entsprechenden Skilltrees unsere Punkte investieren.

Hier kommt dann auch die weitläufige Welt zum tragen da wir selber bestimmen können von wo und wie wir das ganze angehen möchten. Es gibt eine große Menge an optionalen Einstiegspunkten durch alte Wasserrohrsysteme oder ähnliches. Im Gebiet angekommen sollten wir erst einmal erkunden und hierbei leistet uns eine Flugdrohne welche auch von den Gegnern entdeckt werden kann hervorragende Dienste beim markieren der Gegner, entdecken von gegnerischen Snipern, Minenfeldern und halt den erwähnten optionalen Einstiegspunkten. Wir können Gegner mit der Drohne auch weglocken oder dafür spezielle Lockgeschosse verwenden. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig und spätestens wenn wir unser Scharfschützengewehr im Anschlag haben macht das „snipern“ und das Ausschalten der Gegner einen Riesen Spaß wir stellen den Zoomfaktor ein, die Reichweite und lassen uns wenn gewünscht durch verschiedene Spielhilfen dabei unterstützen oder wechseln in den Hardcore Modus und schlafen gezielt einige HUD Elemente und Hilfen aus um ein herausforderndes Sniper Erlebnis zu haben. Ich persönlich bin die Missionen meist mit einem Mix aus allen 3 Varianten angegangen, erst mit der Sniper die Gegnerschar ausdünnen, dann als Ghost rein und einzelne Streuner unsichtbar ausschalten und für den Rest hatte man dann ja immer noch das Sturmgewehr. Nach und nach schaltet man verschiedene Upgrades für die Waffen sowie natürlich auch weitere Waffen frei. Wenn man dann Gegner mit 32fach Zoom aus 600m und mehr gezielt ausschalten kann ist das schon ein wirkliches Upgrade zum Start als man noch mit 10x Zoom bei weit entfernten Gegnern raten musste ist das Kopf oder Fuss. Einzig das Speichersystem gelingt  es an dieser Stelle doch mal wieder einem ab und an den Spielspaß zu nehmen, es gibt einen Speicherstand und manuelles Speichern ist nicht. Einige Rücksetzpunkte beim frühzeitigen Ableben sind dann doch eher der Kategorie fragwürdig zuzuschreiben.

Das KI Niveau der Gegner ist auch nicht unbedingt schlecht aber auch verbesserungswürdig hier ist Sniper Elite 4 wieder klar im Vorteil.

 

 

Die Technik

Damit kommen wir zur Technik und damit einer weiteren Baustelle des Entwicklers, hier muss ganz dringend nachgebessert werden zum einen gibt es Spielabstürze, manchmal 3 am Tag dann wieder 3 Tage keine auf der PS4 Pro, andere Plattformen sind nicht getestet. Das darf gerade auf Konsolen einfach nicht sein. Und dann haben wir die Ladezeiten, die wirklich dazu einladen vielleicht nach Spielstart doch erst noch die Wohnung zu renovieren. Satte 4-5 Minuten nimmt sich das Spiel Zeit beim ersten Start und beim dem Wechsel zwischen den 3 Regionen. Neustart nach dem ableben oder das laden des Spielstandes geht dann mit ca. 30 Sekunden wieder in Ordnung.

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Test Ghost Recon Wildlands (PS4 Pro)

Ghost Recon Wildlands Test

Einleitung

Ubisoft lädt in Ghost Recon Wildlands in ihre größte je geschaffene offene Welt ein. Wir und unsere drei Kollegen der Ghosts Eliteinheit sollen El Sueno einem skrupellosen Drogen Kartell Boss das Handwerk legen.

Die Story

Die CIA Agentin Bowman versorgt uns dafür mit einer großen Anzahl an Missionen denn bevor wir direkt den Boss angehen müssen gilt es mind. 2 seiner Unterbosse aus dem Verkehr zu ziehen, die Unterbosse wiederum kann man erst ausschalten, wenn deren (Buchons) auch das zeitliche gesegnet haben. Das ganze Drogenkartell ist in Bereiche wie Produktion, Sicherheit, Schmuggel usw., aufgeteilt, diese Infrastruktur gilt es zu destabilisieren.

Aber nicht nur das Kartell ist unser Gegner auch die besser ausgerüsteten Unidad Kräfte des staatlichen Militärs stellen sich uns in den Weg.

 

Auf unserer Seite haben wir dann noch die Rebellen welche uns mit Mörser Attacken, Auto Abwürfen hilfreich zur Seite stehen, vorausgesetzt natürlich das wir auch Ihnen Gefallen tun.

 

Die Spielwiese

Ja die Welt von Wildlands ist groß und bei der getesteten PS4 Pro Version kann sie grafisch beeindrucken, kein Überflieger wie Horizon Zero Dawn aber doch schön anzusehen und es passiert in der Welt auch einiges, wenn mal wieder irgendwo aus dem Dschungel eine Explosion zu sehen ist, die Straßen gut gefüllt sind mit Passanten und Autos so gelingt es Ubisoft leider an dieser Stelle nicht der Welt wirklich auch abseits der Scicarios Leben einzuhauchen, letztendlich hat man größtenteils das Gefühl einfach nur vor einer schönen riesigen Kulisse zu agieren. Schade mit Watch Dogs 2 haben sie bewiesen das sie es besser können.

 

 

 

Das Spiel

Ebenso konnte Watch Dogs 2 mit einer vielschichtigeren Persönlichkeit des Alter Egos und seiner Kameraden überzeugen eine wirkliche Persönlichkeit bildet sich nicht heraus. So bleibt der Fokus auf Elite Einheit schaltet bösen Drogenboss aus. Schön das dann in den sogenannten Kingslayer Akten zu den einzelnen Missionen dann doch sehr skurrile Charaktere ein Hauch von Leben und Eigenständigkeit eingehaucht wird und ins in kleinen Audio und Videoschnipseln nahegebracht wird.

Womit wir auch schon bei den Sammelobjekten von Ghost Recon Wildlands sind und da ist für den Jäger und Sammler eine ganze Menge zu tun, nach ein paar Spielstunden ist Eure In Game Karte übersät mit Symbolen hinter denen sich entweder Informationen, Waffenupgrades, Waffen, Bonus Orden und Zusatzmissionen verstecken, viel zu tun gibt es in der riesigen Welt Boliviens auf jeden Fall.

Und hier ist es Ubisoft auch gelungen, einem Spiel was von vornherein eigentlich das Ko-Op Erlebnis in den Vordergrund stellen sollte, auch dem Einzelspieler viel zu bieten. Die KI Kameraden die jederzeit an Eurer Seite kämpfen sind immer wieder ein wahrer Zusatznutzen und wenn es nur darum geht Euch wiederzubeleben. Die Gegner KI geht in Ordnung leider setzen sie aber mehr auf Quantität als Qualität, Euch flankieren in den Kessel nehmen das wird nicht passieren. Aber um Hilfe rufen sie gern, so dass ihr Euch doch schnell einer wahren Übermacht ausgesetzt seht wenn Ihr nicht vorher umsichtiger weise Alarmtürme und ähnliche Einrichtungen ausgeschaltet habt.

In Ghost Recon zahlt sich taktisches Vorgehen auf jeden Fall aus, aber auch der Weg mit der Brechstange ist möglich so das für jeden Spieler das richtige dabei sein sollte Die Missionen finden meist in relativ kleinen Gebieten statt. So das der Taktikanspruch nicht zu hoch ist. Trotzdem aber ein geschicktes Taktieren möglich macht. Gegner kann man markieren und so Ihre Patrouillenwege verfolgen. Auch Eure KI Kameraden markieren von Ihnen gesichtete Gegner. Wie schon in Ghost Recon Future Soldier könnt Ihr markierte Feinde zum synchronen Abschuss freigeben.

Das Erfahrungs- und Level System zwingt Euch auch immer wieder die Rebellen zu unterstützen denn neben Fertigkeitspunkten benötigt Ihr auch eine gewisse Menge an Vorräten die Ihr für die Rebellen markiert habt um weitere Skills freizuschalten, so ein richtiger Sinn ergibt sich für mich dabei nicht, allerdings passt es gut in eine Welt die nur so vollgestopft ist mit Medizin Vorräten, Technologiegütern, Konvois mit Hilfsgütern usw. für die Rebellen. Und so wird dann auch außerhalb der Missionen ein Anreiz geboten was man denn gerade machen sollte. Wenn man sich nicht eines der 60 möglichen Fahrzeuge schnappt um einfach nur in der Welt herum zu düsen. Die Entwickler wollten das man jedes Fahrzeug das man sieht auch Nutzen kann und das dieses nicht nur Attrappen sind, eine sehr lobenswerte Einstellung besonders, wenn man dann noch dafür gesorgt hätte das die Steuerung der Fahrzeuge Spaß macht.

Ja man kann sich mit der Art dieser schwammigen Steuerung anfreunden und sie als Mittel zum Zweck nutzen aber ein wirklicher Fahrspaß will sich partout nicht einstellen.

Und das ganze oben aufgeführte Wenn und Aber kann man ganz schnell vergessen, wenn man das macht wozu Ghost Recon Wildlands da ist. Vier Spieler Koop! Sobald man menschliche Spieler an seiner Seite hat macht Ghost Recon Wildlands einfach einen klasse Spielspaß, ja es ist Ihnen gelungen das man auch alleine in der Welt von Bolivien eine Menge zu tun hat, aber sobald man mit menschlichen Partnern zusammen agiert, taktisch einen Drogenstützpunkt nachdem anderem auseinandernimmt, dann vergisst man schnell die schwammige Steuerung und die zu Statisten degradierten NPC’s

 

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Test Forza Horizon 3

Forza Horizon 3 im Test (Xbox One)

Nach ersten Ausflügen in Colorado, den schönen Riviera Ausflügen in Horizon 2 geht es diesmal nach Australien und das Spiel zeigt uns von der ersten Minute, das eine Menge Fahrspaß auf uns wartet. Wir werden nach einem tollen Einleitungsvideo direkt in den Coverstar Centanario von Lamborghini geworfen und liefern uns die erste Jagd in Australien und gerade wenn wir denken wir haben dieses PS Strotzende Meisterstück der Autokunst unter Kontrolle, bugsiert uns das Spiel in einen 800PS SUV und es geht lang an einer der tollen Strände in Australien. Auch wenn auf den ersten Blick alles so wirkt wie noch in Forza Horizon 2, so zeigt doch die Grafikengine sofort Ihre Muskeln und wir können nur mit offenem Mund staunen welche Grafikpracht uns geliefert wird.

 

Jungle Road in Forza Horizon 3

Jungle Road in Forza Horizon 3

So vertraut die erste Ankunft auf dem Horizon Festival auch sein mag, so anders gestaltet es sich in der diesjährigen Ausgabe von Forza Horizon, denn du bist der Boss. Das beginnt damit das Ihr Euren Charakter aus einer kleinen Anzahl von vorgefertigten Chrakteren frei wählen könnt und dann auch Euren Namen. Natürlich nicht nur schnöde Vornamen die zu Hauf vorhanden sind auch eine gute Auswahl an Spitznamen mit dem Euch das Spiel anreden wird, und seien wir mal ehrlich wer wollte nicht schon immer mal mit MasterChief oder Mr. President oder doch als Stig  angesprochen werden.

Forza Horizon 3 bietet auf technischer Seite so viele Neuerungen, das ich froh bin, das mir das Spiel diese nur „häppchenweise“ serviert und ich nicht sofort von dieser immensen Fülle an Neuerungen erschlagen werde.

Outback Buggies in Forza Horizon 3

Outback Buggies in Forza Horizon 3

Es gibt Scheunenfunde, Fähigkeitspunkte, Schaurennen, Löffellisten was wir alles schon kennen aus Forza Horizon 2 aber beinahe jedes Detail wurde erweitert. z.b. Die Radiosender Ihr müsst sie erst freischalten aber es stehen dieses Jahr 8 zur Wahl inkl. einem Klassiksender, Ihr wollt Eure eigene Musik kein Problem Groove wurde mit integriert so daß ihr auch ohne gültiges Groove Abo Eure eigene Musik aus Eurem kostenlosen OneDrive streamen könnt. Hier kommt der erste kleine Haken. Das Spiel bietet euch natürlich einen kostenlosen Probezeitraum, an der sich dann natürlich automatisch kostenpflichtig verlängert.

Aber nicht nur das es mehr Sender und eigene Musik gibt, nein jetzt gibt es auch Fähigkeitslieder, so lange diese im Radio laufen sackt Ihr doppelte Fähigkeitspunkte ein.

Danger Jump in Forza Horizon 3

Danger Jump in Forza Horizon 3

Also erst einmal in die Kampagne springen in der natürlich auch die verrückten Schaurennen warten, omg bitte mehr davon, Rennen gegen Güterzüge, Schnellboote und einiges mehr ohne zu viel zu verraten absolut spektakulär inszeniert. Ach wartet Ihr wollt die Kampagne nicht alleine spielen ? Kein Problem dieses Jahr die Koop Kampagne steht Euch jederzeit zur Verfügung. Und spätestens innerhalb der Kampagne seht ihr was Australien zu bieten hat und absolut fantastische Strecken erwarten Euch die wunderschöne Landschaft Down Unders, mit Vollgas durch wilde Regenwälder, atemberaubende Strände, riesige Wüsten, felsige Canyons oder die schillernden Wolkenkratzer der Gold Coast. Es ist einfach alles dabei.

Über 350 Traumwagen, Buggys, Hyper Cars, Klassiker eigentlich wird jeder Wunsch erfüllt. Jeder ? Nein leider nicht aus unerfindlichen Gründen ist Volkswagen leider dieses Jahr nicht mit von der Partie und das Porsche fehlt gut das kennen wir ja bereits und ist dank EA dem Lizenzhalter nicht weiter verwunderlich. Neu könnt Ihr dieses Jahr auch die Welt mit Hilfe einer Drohne entdecken und so jedem noch so gut verstecktem Bonusschild oder Scheunenfund auf die Schliche kommen.

Beach Parking in Forza Horizon 3

Beach Parking in Forza Horizon 3

Den klassischen Wehelspin beim Lvl Up gibt es natürlich auch wieder nur das Euch diesmal auch besondere Horizon Edition Fahrzeuge erwarten die nochmal Bonus EP bringen wenn sie genutzt werden.

Kein Glück am Glücksrad ? Dann ab in das wiederbelebte Auktionshaus und Autos kaufen und verkaufen. Natürlich könnt Ihr Euch die Fahrzeuge dann auch in dem aus Forza Motorsport bekannten Autovista Modus ansehen, frei tunen, lackieren einfach das komplette Programm was die Forza Serie seit jeher auszeichnet.

Und wer kennt es nicht ? Die Rennen auf die man keine Lust hat, die Autos gefallen einem nicht die Rundenanzahl ist zu gering und und und. Irgendwas findet man jammer zu meckern. Nicht so in Forza Horizon 3 mittels Blaupausen erstellt Ihr Euch einfach euren eigenen Rennen und stellt alles so ein wie Ihr möchtet, nur der Streckenverlauf bei Runterrennen könnt Ihr nicht anpassen. Aber natürlich dem Rennen einen Namen geben und Eure Freunde können genau das von Euch erstellte Rennen natürlich auch fahren.

Dann natürlich die Löffellisten, Autovorgabe und ein bestimmtes Zeil erreichen auch die kennen wir aus Forza Horizon 2 doch dieses Jahr erstellen wir unsere eigenen Löffellisten und geben nicht nur Auto und Art der Herausforderung an, sondern Perspektive, Wetter, Rückspulen erlaubt Ja/Nein und sogar die Musik die spielt und können diese direkt an unsere Freunde senden.

Wet Highway in Forza Horizon 3

Wet Highway in Forza Horizon 3

Hab ich grad das Wetter erwähnt ? Auch das ist natürlich komplett dynamisch inkl. Tag/Nacht Zyklus, Regen, Nebel und natürlich Sonnenschein. Ihr merkt schon an jeder einzelnen Schraube innerhalb Horizons wurde noch einmal mächtig geschraubt und nicht ein neues Feature ist schlecht jedes einzelne ist die Verbesserung des bereits da gewesenen.

Ihr könnt Eure eigenen Drivatare für Eurer Team anheuern, könnt mit anderen Drivataren Auto Corsos bilden und gegen diese Rennen fahren. Natürlich weiterhin nahtlos zwischen Online und Offline hin und verwechseln.

Train Crossing in Forza Horizon 3

Train Crossing in Forza Horizon 3

Onlinemodi:

Dank Play Anywhere könnt Ihr Euer Forza Horizon 3 (Digital oder Code Karte bei Händler) natürlich auch unter Windows 10 am PC spielen und dank Crossplay sogar mit Euren Kollegen am PC gemeinsam spielen, dabei werden natürlich Erfolge, Spielstände, Erweiterungen synchron gehalten. Und natürlich gibt es auch wieder die Autoclubs Ihr könnt teichfach alles gemeinsam gegeneinander spielen wir Ihr Möchtet natürlich inkl. King of the Hills, Infiziert usw. was hier geboten wird darf die Krone ganz genauso weit oben tragen wie der Soloteil.

Die Steuerung ist genauso perfekt wie gewohnt, jedenfalls so lange Ihr den Controller benutzt. Die Wahrscheinlichkeit einen Arcade Racer wie Forza Horizon 3 mit dem Lenkrad zu spielen ist gering, aber die Entwickler wissen natürlich das es auch Lenkräder gibt und so werden auch diese unterstützt, nur versagt diese Unterstützung in meinen Augen total es gibt sehr viele Einstellmöglichkeiten das passt auch noch alles und so lange man geradeaus fährt fühl sich Force Feedback undLenkung tadellos an, doch leider gibt es auch in Australien Kurven und diese sollte man mit dem größten Feingefühl ansteuern, sonst ganz egal welche Antriebsart das von Euch gewählte Fahrzeug hat. Das Heck kommt und dieses zu fangen ist fast unmöglich, um es mit den Worten von Donald Trump zu sagen: Irgendwas stimmt da nicht.

Jungle Trucks in Forza Horizon 3

Jungle Trucks in Forza Horizon 3

 

 

 

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Test Recore (Xbox One)

Recore im Test (Xbox One)

Man nehme eine Dosis Metroid Prime in Form von Armature hier sind einige Metroid Prime Macher unter Vertrag dazu ein bisschen Keiji Inafune der Kopf hier Megaman und raus kommt Recore. Das Spiel wurde erstmal 2014 auf der E3 vorgestellt und wird jetzt von Microsoft zum kleinen Preis von 40€ unters Volk gebracht, offizieller Grund es soll helfen eine neue Marke zu etablieren.

Hero Shot of Joule

Hero Shot of Joule

Die Story

In Recore schlüpfen wir in die Rolle von Joule einer Technikerin die auf Far Eden abgesetzt wurde um nach dem Terraforming ein neues zu Hause für die Menschheit auf Far Eden zu schaffen.

Als sie aufwacht scheint aber irgend etwas gehörig schief gelaufen zu sein, die Terraformer arbeiten nicht und der gesamte Wüstenplanet scheint unbewohnbar.und wird von Robotern beherrscht an Ihrer Spitze Victor der den Planten wohl ganz gern für sich hätte.

Zum Anfang hat Joule Mack an Ihrer Seite einen Kernbot den man am ehesten mit einem Hund vergleichen kann. Später gesellen sich noch weitere Begleiter dazu und wir haben die freie Wahl wenn wir an unserer Seite kämpfen lassen möchten.

Wenn wir unseren Stützpunkt verlasen müssen wir aus den bis zu 3 Begleitern und 5 Chassis zwei auswählen die mit uns losziehen, es kann immer nur ein Kernbot aktiv sein, so das wir zwischen diesen beiden wechseln müssen, jeder Kernbot hat seine eigenen Spezialfähigkeiten und Attacken. Während Mack im Sand nach Schätzen suchen kann, hilft Seth uns allerlei Hindernisse zu überbrücken während Duncan der Robot fürs grobe ist und kurzerhand Felsen pulverisiert um uns Zugang zu neuen Gebieten zu ermöglichen. Das ist auch schon mein erster Kritikpunkt Warum muss ich zurück in meine Basis zum austauschen der Bots denn kommt man an eine Stelle wo man einen bestimmten Kernbot benötigt und hat diesen nicht dabei geht es per Schnellreise zurück in den Crawler, Crew neu auswählen und den ganzen Weg noch einmal zurücklegen, das wäre jetzt nicht unbedingt so schlimm wenn da nicht die Ladezeiten wären und die sind auf einem absolut inakzeptablem Niveau von teilweise mehr als 2 Minuten.

Joule fighting rocket corebytes

Joule fighting rocket corebytes

Die Mechanik

Levelerforschung, Kampf Action und geniale Plattformsequenzen sind das Gerüst auf dem Recore aufbaut und uns mit einem ständigen Wechsel zwischen diesen immer tiefer in die Welt von Far Eden zieht.

Recore setz im Kampf auf Farben das bedeutet das nicht nur unsere Kernbots eine Farbe haben,  sondern auch unser Gewehr mit bis zu 4 Farben aufgerüstet werden kann, das ist deshalb wichtig denn auch unsere Gegner kommen in diesen Farben rot,blau und gelb, gut später gibt es auch noch Mischfarben, taktisch sollten wir dementsprechend blaue Gegner mit blauen Schüssen bekämpfen und rote mit roten usw.

Unsere Kernbots spielen in den teilweise mal unfairen Kämpfen eine große Rolle da sie nicht nur mächtig von allein austeilen sondern auch gezielt von uns auf bestimmt Gegner losgelassen werden können welche sie dann mit tödlichen Angriffen versuchen ausser Kraft zu setzen.

Den gegnerischen Robotern können wir auch die Kerne abluchsen und mit diesen unsere eigenen Kernbots verstärken. Man sollte im Kampf auch immer ein Auge auf den Kombozähler haben denn umso höher der tickt umso mehr Schaden richten wir und unsere Begleiter an, manchmal kann man auch per Sofort Extraktion einen Gegner ausschalten und damit eine Explosion auslösen verlieren aber dafür unsere aufgebaute Kombo hier heißt es abwägen. Genauso hinterlässt ein per Kernextraktion getöteter Gegner keine Crafting Materialien, so dass auch hier abzuwägen killt was will ich mehr ?

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Crafting

A pro pos Crafting, Ihr könnt die Ausrüstung eurer Kernbots durch gefundene Baupläne upgraden und habt dafür ein ausreichend nettes Craftingsystem zur Verfügung inkl. Setboni, upgrade Materialien usw.

Spielverlauf

Stoßt Ihr Kampf auf Bosse hinterlassen diese die wertvollen prismatischen Kerne und diese sind für den Storyverlauf essentiell, die Entwickler wollten aber auf Nummer sicher gehen das wir das Spiel nicht zu schnell beenden und haben Story bezogene Dungeons mit einer Kernvorgabe versehen, erfüllt man diese nicht, heißt es Kerne farmen. In den reichlich vorhandenen Verliesen welche von Euch unter bestimmten Vorgaben abgeschlossen werden können. Möchte man das ganze Perfekt abschließen und so nicht nur alle prismatischen Kerne sondern auch besondere Baupläne einsacken gilt es immer 3 Vorgaben zu erfüllen 1. Überleben 2. Gelber Schlüssel 3. innerhalb des Zeitlimits bleiben.

Hier hätte man uns ruhig das eine oder andere optionale Dungeon aufzwingen sollen. Mit ein wenig Storyline damit wir nicht gerade zum Ende hin wo sich die ganze finale Spannung aufbaut immer wieder zum Kern farmen aus der Story gerissen werden.

Ganz bugfrei ist das Spiel leider auch nicht, aber noch sehr gut zu verschmerzen man wird entschädigt mit einer sehr präzisen Steuerung toll anmutenden Levels die einem immer wieder ein kleines WOW abverlangen wenn sich denn hier wieder Plattformaction abspielt, es wird auch oft genug zwischen gespeichert so man selten nach einem unfreiwilligen ableben lange Wege zurücklegen muss, wenn die nicht die erwähnten Ladezeiten wären.

ReCore combat shot - blue enemy

ReCore combat shot – blue enemy

Was fehlt?

Bei den ganzen optionalen Verliesen haben die Entwickler in meinen Augen einen ganz wichtigen Punkt vergessen HIGHSCORES, es gibt 3 verschiedene Arten von optionalen Verliesen: Traversal, Kampf, Erkundung wenn man sich hier noch mit seinen XBL Freunden messen könnte, würde die Motivation noch höher ausfallen.

 

Joule using Seth to traverse an area

Joule using Seth to traverse an area

 

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Test Assetto Corsa (PS4 / Xbox One)

Assetto Corsa Test

Einleitung

Ich muß ganz offen gestehen, als ich gehört habe, das Assetto Corsa für die Konsolen kommt, war mein erster Gedanke das wird nichts. Jetzt ist es da und ich befinde mich in der Startaufstellung der legendären Rennstrecke Brands Hatch in einem Lotus e125 und der Motorensound um mich herum will einfach das ich die Dolby Surround Anlage noch ein stück weiter aufdrehe. JA der Sound stimmt zu 100%. Allein bei dem Sound meine ich schon den ersten Benzingeruch wahrzunehmen und als die Ampel auf Grün schaltet ich bei 7000 Umdrehungen den ersten Gang einwerfe das Gaspedal durchdrücke mein Lotus nach vorne schießt denke ich nur JA so fühlt sich ein Rennwagen an ja so muß sich eine Racing Sim anfühlen. Ich spüre während meiner ersten Runde auf Brands Hatch wirklich jede Bodenwelle, die Start Ziel Gerade ist nicht einfach nur eine Gerade wo ich bei jedem anderen Rennspiel locker einhändig ohne viel Aufmerksamkeit mein Pedal auf den Boden drücke, nein ich habe das Lenkrad fest umklammert und habe beinahe Angst gleich den wertvollen Bodenkontakt zu verlieren und einen Satz zu machen, der weder mir noch dem Auto und vor allem nicht meiner Position zu Gute kommt.

Hier merkt man die Sorgfältigkeit und vor allem die Zuverlässigkeit des benutzen Lasersystems zum abbilden der Originalen Strecke um eine 100%ige digitale Kopie zu erstellen.

Der erste Eindruck ist also schonmal ja die Jungs von Kinos haben ihren Job mehr als nur hinbekommen:

fantastischer Motrensound: CHECK

Streckennachbildung: CHECK

Fahrgefühl: CHECK

Aber ohne zu viel vorwegzunehmen Assetto Corsa ist eine Racing Sim mit ganz viel Licht und ganz wenig Schatten, dieser ist aber dafür umso dunkler, aber dazu kommen wir später noch.

Der Fuhrpark

Wenn wir auf den Fuhrpark der mehr als 100 Autos schauen und diese auf die Strecke bringen, kann man sagen jedes Auto hat seine eigene Charakteristik, jedes Auto fühlt sich genau so an wie man es erwartet hat, das Reifenmodell erledigt seinen Job zu 100% ja Assetto Corsa ist genau die Hardcore Sim die sich jeder Rennenthuasist auf der Konsole gewünscht hat, das ist eine 1:1 Umsetzung der PC Version. Der Forza Motorsport oder Gran Turismo Fan mag an dieser Stelle überfordert sein und muss für sich selbst herausfinden will er weiter locker seine Runden in Forza drehen oder aber mit Schweiß auf der Stirn wirklich das 100%ige Fahrgefühl haben, an jeder Schraube drehen bis das Setup einfach stimmt und man eine weitere zehntel Sekunde von der Rundenzeit abkratzen kann.

Über 100 Autos wären auch gar nicht nötig gewesen aber ich denke gerade mit über 400 Autos in GT und FM wollte man auch einfach 3 stellig sein. Viele Autos sind nur Stage Versionen (also Versionen desselben Autos mit mehr Dampf) so das letztendlich ca. 80 unterschiedliche Autos überbleiben. Eine komplette Auto Liste findet Ihr unter http://www.assettocorsa.net/cars/

und auch in meinem Videotest stelle ich Euch mehr Autos vor.

 

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Die Spielplätze

Hier können wir jetzt auch direkt zu den gebotenen Strecken in Assetto Corsa springen. Es gibt den Circus de Catalunya, Brand Hatch, Imola, Magione, Monza, Mugello, Nordschleife, Silverstone, Spa Francochamps, Vallelunga und Zandvoort. Mit dem Premium Pack erhaltet Ihr zusätzlich den Red Bull Ring. Mit allen Streckenvariationen sind in der Standard Version also 26 unterschiedliche Rennstrecken an Bord darunter auch echte Perlen wie Monza 1966 oder die Nordschleife Touristen Strecke.

Ein paar mehr Strecken wären schon schön gewesen zumal auch welche die nicht in Europa liegen, ich denke dabei an Bathurst in Australien oder die amerikanischen Rennstrecken Ikone wie Road America, Road Atlanta und natürlich Laguna Seca, diese Strecken irgendwann vielleicht noch einmal nachgeliefert zu bekommen mit der fantastischen Leistung des Laserscan Systems wäre ein absoluter Traum. Aber auch so sind die 26 Streckenvarianten einfach ein Erlebnis und sorgfältig ausgewählt wie auch umgesetzt.

Spielmodi sind auch genug vorhanden inkl. einer Kampagne die aber letztendlich auch nur Rennen an Rennen packt durch das abschließen einzelner Events erhält man Marken und kann so die Karriereleiter aufsteigen und fordernde Events freischalten (näheres zu den Modi im Videotest). Neben der Karriere gibt es noch die Spezial Events welche Euch in eine bestimmte Situation versetzen und Ihr das beste draus machen müsst. Dazu gibt einatürlich noch den Practice Modus in dem Ihr jedes Auto und jede Strecke zum freien üben wählen könnt. Quick Race ist dann wie der Name sagt ein schnelles Rennen gegen KI und Race Weekend bietet euch dann natürlich ein komplettes Rennwochenende inkl. Training, Qualifying und Rennen. Dazu gibt es noch Hot Lap, Time Attack und Drift, für die Drifter unter euch.

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Beim Online Modus gibt es dann den ersten Schatten, aktuelle gibt es keine privaten Lobbys ich hoffe das hier noch nachgebessert wird. Ansonsten wird Euch auch online ein komplettes Rennwochenende mit bis zu 16 Fahrern geboten, inkl. Training, Qualifying sowie dem Rennen auch bereits laufenden Rennen kann beigetreten werden. Als Spieler gibt es eine Menge Möglichkeiten per Abstimmungssystem Einfluß zu nehmen z.B. den Abbruch des aktuellen Rennens wenn zu viele die Lobby verlassen haben oder das Qualifiying zu überspringen usw.

Nachdem das Fehlen der privaten Lobbys euch in vorgegebene Lobby „zwingt“ ist es gut hier über 50 verschiedene Filtermöglichkeiten zu haben um Eure Lobby zu finden. Innerhalb der Online Rennen habt Ihr natürlich vollen Zugriff auf eure Tuningeinstellungen und könnt bereits vorgefertigte einfach laden.

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Für den Einsteiger ?

Damit auch Racing Sim Einsteiger in Assetto Corsa auf Ihre Kosten kommen gibt es auch vielfältige Möglichkeiten Fahrhilfen ein oder aus zuschalten. Ihr könnt euch erst einmal eine Ideallinie einblenden um die Strecke zu lernen, automatisch schalten lassen oder manuell schalten mit automatischer Kupplung, Ihr habt die Wahl ob Ihr automatisch Zwischengas nutzen möchtet zu dieweil Prozent Euer Auto mechanischen Schaden erleidet ein setzen auf 0% verhindert z.b. auch das Eure Reifen Blasen bekommen oder graining, ihr könnt einstellen das Ihr das rennen sofort mit bereits warmen Reifen startet usw. Dazu natürlich die üblichen verdächtigen wie ABS,STM, TCS. Ihr merkt wirklich jeder wichtige Aspekt um vom Einsteiger zum Profi zu werden wurde hier berücksichtigt.

Beim Schwierigkeitsgrad der KI hat Kunos in meinen Augen die Messlatte ein wenig zu hoch gelegt. Ich bin bei weitem kein Profi aber bereits der mittlere Schwierigkeitsgrad hat es bereits geschafft das es mir nicht gelungen ist die Zielflagge auch nur einmal als erster zu sehen. So das ich mich wirklich mit Amateur zufrieden geben musste.

Hatte ich schon erwähnt das sowohl ich wie auch Kunos auf jeden Fall den Einsatz eines Rennlenkrads mit Pedalen empfehlen, die Controllersteuerung ist zwar gut umgesetzt aber für wirklich gute Rundenzeiten sollte man dann doch die Hände lieber tief in das Leder Eures Racing Wheels graben können. Bei der Controllersteuerung hatte ich das Gefühl das sich die PS4 Version einfacher handhaben lässt als die Xbox Version. Wobei man auf der PS4 Version dann aber gerne das Lenkrad ausblendet weil so richtig viele Gemeinsamkeiten zwischen dem was Ihr am Controller macht und den virtuellen Händen am Lenkrad  gibt es da nicht zu entdecken.

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Womit wir auch am größten Kritikpunkt ankommen den ich habe und der in meinen Augen so überflüssig wie aber auch essentiell für das Spiel ist.

Die Einstellungsmöglichkeiten für Euer Eingabegerät, es gibt insgesamt je für Lenkrad und Controller nur zwei Voreinstellungen, mag nicht so wild sein denkt man im ersten Moment zumal man für den Controller die Empfindlichkeit der Lenkung der Bremsen usw. dann noch seperat einstellen kann. Geht man in die erweiterten Einstellungen kann man das Force Feedback noch sehr differenziert einstellen. Wie stark generell wie stark auf den Kerbs wie stark off Rand usw. Und eigentlich dent man da kommt noch eine weitere Seite mit Einstellmöglichkeiten für das Lenkrad inkl. Todzonen, Lenkwinkeleinstellung (540,720.900) aber nein da kommt GAR NICHTS. Außer zwischen zwei Tastenkonfigurationen und den Force Feedback Effekten kann ich am Lenkrad rein gar nichts einstellen.

Und noch schlimmer ich habe innerhalb des Spiels oder der Garage nicht eine Anzeige die mir zeigt mit wieviel % ich das Gaspedal, die Kupplung und vor allem die Bremse drücke. Ich stelle mir z.B. immer gerne ein das ich für 100% Kupplung das Pedal nur zu 20% treten muss. Fehlanzeige in AC. Dann ist ja allgemein bekannt das sich am Logitech G920 bzw. G29 die Bremse nur mit erheblichem Kraftaufwand treten lässt. Bei einer Vollbremsung in Forza z.b. sehe ich das ich das Bremspedal nur zu 80% getreten habe und stelle mir halt ein das 80% = 100% sind, hier absolute Fehlanzeige. Zumal dieJungs von Kunos können das auf dem PC sind alle relevanten Einstellungen möglich. Das muss ganz dringend nachgepatcht werden.

Nach so viel Technik kommen wir endlich zur Grafik des Spiels die in meinen Augen wichtigsten Aspekte für eine Racing Sim sind abgearbeit.

Sound: Check

Technik: Check

Eingaben: Check

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Die Grafik

Assetto Corsa präsentiert sich sehr nüchtern, wo die Konkurrenz mit ganz viel drumherum versucht den Spieler in seinen Bann zu ziehen weiß Assetto Corsa einfach das dies bei so einer technischen Brillanz überhaupt nicht notwendig ist, einfach und sachlich gehaltene Menüs und eine In Game Grafik vom allerfeinsten. Übertriebene Blur Effekte sind hier Fehlanzeige, so ein klares sauberes Bild sieht man selten. Es sieht einfach fantastisch aus, eines mit der schönsten Rennspiele die ich je spielen durfte. So wohl auf der PS4 als auch der Xbox One werden 1080p mit 60 Frames per Sekunde geboten, Framedrops sind mir persönlich keine aufgefallen allerdings ganz selten mal ein Tearing in der Xbox One Version. Vom optischen Eindruck gibt es in meinen Augen ganz leichte Vorteile für die PS4 Version die einfach noch einmal ein kleines Stück näher an der PC Version ist.

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Zum Videotest

 

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Test Halo 5 Guardians

Halo 5 Test

Auch wenn Halo 5 nun schon länger auf dem Markt ist, soll es natürlich auch hier bei goodygaming.de einen Test dazu geben und das hat auch den Vorteil das natürlich auf die vielen Erweiterungen zusätzlich eingegangen werden kann.

Die Kampagne

Stürzen wir uns gleich direkt in die Story, denn genau das ist es was Halo 5 mit uns macht und direkt mitten in der Action abliefert und wir so gleich zu Beginn merken was uns erwartet. Ein Grafik und Actionfeuerwerk scheint auf jeden Fall geboten zu werden. Die ersten Minuten hinterlassen trotz der dynamischen Auflösung einen sehr guten und vor allem bei stabilen 60fps flüssigen Eindruck. Der Halo 5 Einsteiger könnte sich allerdings zum Anfang von der Story leicht überfordert fühlen wenn der Master Chief von seiner treuen Begleiterin Cortana nach Meridian gerufen wird um sie zu retten und sich allen Befehlen widersetzt und sofort auf den Weg macht, weil dann kommt Spartan Team Nummer 2 zum Einsatz und versucht den abtrünnigen Master Chef aufzuhalten. Innerhalb des zweiten Spartan Teams steuern wir Agent Locke und das passiert leider öfter als den meisten Halo Veteranen lieb sein dürfte. Im Laufe des Spiels wird man aber gut an die Zusammenhänge herangeführt und kann so dann doch mitfiebern. Für den eingefleischten Halo Fan allerdings mag die Story auch wenn sie im späteren Verlauf ein wenig mehr Fahrt aufnimmt, doch zu dünn zu sein. Da ist man von Halo auf jeden Fall mehr gewöhnt und kann das erste Mal in der Halo Geschichte der Story tatsächlich Vorwürfe machen, zu wenig Tiefgang zu linear. Genau wie auch leider das Leveldesign, es sieht wirklich alles fantastisch aus aber die teilweisen riesigen Areale der Vorgänger sind praktisch nicht zu entdecken. Neu ist auch das wir nicht mehr alleine unterwegs sind, sondern fast immer in Begleitung unseres Spartan Teams und genau wie die Gegner KI weiterhin die Note sehr gut verdient, schlagen sich unsere wackeren Kameraden nicht schlechter und sind immer eine Hilfe, ohne uns zu viel Arbeit abzunehmen, wir können Ihnen befehlen bestimmt Gegner auszuschalten, Fahrzeuge zu nutzen Und falls wir unser Leben ausgehaucht haben, kommen sie auch hier zu Hilfe und bringen uns zurück in das Schlachtgetümmel, das geht natürlich auch ein wenig zu Lasten des Schwierigkeitsgrades den man daher ruhig eine Stufe höher ansetzen darf.

Koop – Kampagne

Viel wurde im Vorfeld auch darüber geschrieben das der Splitscreen Modus in Halo nicht mehr vorhanden ist und natürlich war dieser Modus seit Halo 1 Kult, aber mittlerweile schreiben wir auch schon das Jahr 2016 bzw. zum Release 2015 und die Spiellandschaft hat sich verändert und ich persönlich denke nur wenigen wird dieser Modus wirklich fehlen. Online ist natürlich auch weiterhin eine 4 Spieler Koop Kampagne möglich und diese ist dann auch vom Schwierigkeitsgrad her fordernder als die Single Player Erfahrung. Sehr schade ist das es kein System gibt das Freunde dynamisch der aktuell laufenden Sitzung beitreten können, dies muss am Misstons Start geschehen.

Onlinespiel

Mittlerweile hat auch der geliebte Firefight Modus ( Koop Kampf gegen Wellen von Gegnern) wieder zurück ins Spiel gefunden und kann seit Sommer dieses Jahres gespielt werden.

Neu ist auch der Warzone Modus in welchem man gegen KI und menschliche Gegner auf mittlerweile 4 unterschiedlichen Maps kämpft. Hier wäre ein kleines Tutorial angebracht gewesen welches dem Spieler erklärt was hier geschieht. Ziel ist es 1000 Punkte zu erreichen für das halten von strategischen Punkten, Töten von KI besonders Bossen gibt es Punkte, sollte ein Team mit den Punkten schon weit abgeschlagen sein, kann es das Blatt trotzdem noch wenden in dem es drei Punkte einnimmt und damit den gegnerischen Kern freilegt wird dieser dann erfolgreich zerstört ist das Spiel gewonnen.

Neu ist ebenfalls das Requierirungs System kurz Req genannt, ähnlich wie bei Tatanfall bekommt man Karten und kann mit diesen an bestimmten Terminals im Spiel Waffen und Fahrzeuge kaufen.

Auch hier hat 343 dafür gesorgt das die Balance nicht verloren geht da man in jedem Spiel von Start an im Level steigt und so immer mächtigere Waffen bzw. Fahrzeuge kaufen kann, und gerade bei den mächtigen Waffen gibt es einen relativ langen Cooldowntimer eh man diese erneut kaufen kann. Wenn man noch über die entsprechende Karte verfügt, Karten können natürlich im Shop gekauft werden entweder durch das erspielen aber auch mit Achtgeld über Mikrotransaktionen, allerdings ist auch hier durch den benötigten inGame Level und die Cooldown Zeiten gewährleistet das es sich nicht um ein Pay2Win System handelt.

Dieses Req System gibt es auch in allen anderen Spielmodi wie Arena, Firefight usw. Allerdings ist zum Beispiel in der Arena nur die Nutzung von kosmetischen Änderungen über Karten möglich, keine Superwaffen, sondern jeder startet mit denselben Voraussetzungen.

Aus anfänglich 15 Arena Maps sind mittlerweile über 30 geworden Big Team Battle von vielen schmerzlich vermisst, gibt es genauso wie Firefight, Infektion,Griffball.

Alle Erweiterungen, neue Maps usw. sind GRATIS, das muss man heutzutage wirklich hoch anrechnen. Das Geld aus den Mikrotransaktionen fließt in die Malentwicklung oder aber in Preisgelder für Turniere.

Das Onlinespiel ist auf jeden Fall schneller geworden aber trotzdem dabei seinen Wurzeln absolut treu geblieben, die neuen Schubdüsen passen sich nahtlos ins Onlinegaming ein ohne zu sehr in Richtung eines Call of Duty zu gehen.

 

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Test This War of Mine – The Little Ones

Auf den heutigen Test habe ich mich sehr gefreut, This war of Mine The little Ones ist die Konsolenversion des mehrfach ausgezeichneten This War of Mine vom PC. Alle zusätzlichen Funktionen die die PC Version später erhielt sind bereits eingebaut und zusätzlich wird das Spiel um Kinder erweitert, was noch schwerere Entscheidungen als ohnehin benötigt.

This War of Mine

Aber zurück auf Anfang.
Was ist This War of Mine? Der Kampf um das eigene Überleben! Im Spiel werden wir in eine vom Bürgerkrieg gezeichneten Stadt ausgesetzt. Unser Ziel ist es den maximal 50 Tage lang andauernden Krieg zu überleben. Wir kämpfen gegen Durst, Hunger, Krankheit, Winter und grausame Menschen.

Hierbei unterscheidet sich This War of Mine gar nicht so sehr von anderen Survival Spielen. Unsere Gruppe besteht aus bis zu 4 Leuten und diese brauchen täglich Nahrung, evtl. Medizin und am besten ein Bett zum Schlafen. Wie erwähnt kommen in der Konsolen Version noch Kinder bei uns in der Gruppe hinzu. Diese benötigen Zuwendung, Spielsachen, einfach Aufmerksamkeit so wie im wahren Leben. Um dies alles zu erreichen, können wir unseren Unterschlupf mit den knappen Ressourcen die eine vom Bürgerkrieg gepeinigte Stadt zu bieten (oder besser gesagt nicht zu bieten) hat aufrüsten. Indem wir Betten bauen, Regenwasser auffangen, eine Kochstelle errichten oder uns auch Werkzeuge wie Schaufel Brecheisen usw. bauen.

Am Tage kümmern wir uns um all diese Sachen, bessern Löcher in den Wänden aus, kochen Nahrung, bauen Wasserfilter, Radios und was unsere Ressourcen noch so hergeben. Sobald die Nacht anbricht stehen weitere Entscheidungen an. Wir können entscheiden ob unsere Charaktere schlafen sollen, Wache schieben sollen oder doch raus in die Stadt zum Plündern. Das ist auch genau der Grund warum wir Wachen benötigen, denn auch wir werden sonst von Plünderern heimgesucht. Innerhalb der Stadt haben wir viele verschiedene Ziele dir wir zum Plündern aufsuchen können, einen Supermarkt zu plündern mag noch jeder ohne Skrupel angehen aber wie sieht es aus mit anderen bewohnten Häusern? Diebstahl von anderen die genauso ums überleben kämpfen? Und genau das ist es was das Spiel macht. Es fragt immer wieder aufs Neue: Wie weit bist du bereit zu gehen? Oder was tust du wenn am Tag kleine Kinder vor deiner Tür stehen und um Nahrung und Medizin betteln du aber selber eigentlich noch nicht einmal genug für dich bzw. deine Gruppe hast?

This War of Mine

Aber auch wenn wir uns für unsere Plünderungen nur Supermärkte, Schulen usw. aufsuchen sind wir weiter stets in Gefahr. Neben Scharfschützen gibt es natürlich noch andere plündernde Gruppen in der Stadt. Diese sind oft bewaffnet und stellen eine große Gefahr dar. Denn sollten wir in einen Kampf geraten und in diesem sterben dann gibt es keinen Speicherpunkt den wir laden können, diese Person ist tot, auch wenn es für die Gruppe bedeutet einen weniger der Nahrung braucht so ist es doch einer weniger. Einer der fehlt zum Wache stehen oder zum plündern. Nicht nur das die Gruppe jetzt geschwächt ist weil ein Mitglied fehlt, so führt doch der Verlust auch zu großer Trauer innerhalb der Gruppe und senkt damit die Leistungsfähigkeit. Ebenso wenn wir andere Familien berauben trübt dies doch den Zustand unserer Charaktere. Die sich immer wieder fragen: Stehlen von anderen die selber nichts haben? Muss das sein?

 

An dieser Stelle spätestens merkt man wirklich Spielspaß gibt es in diesem Spiel nicht. Aber eine hohe Motivation das richtige zu machen, es ist auch unwahrscheinlich das Ihr wirklich im ersten Durchgang das Ende des Krieges erlebt umso mehr macht man noch einen Durchgang und noch einen um mit jedem weiteren Durchgang einfach zu lernen was ist das beste was man aus der gegebenen Situation herausholen kann. Und wie skrupollos gehe ich vor. Wie verwende ich meine knappen Ressourcen am besten? Baue ich zuerst Betten? Wie bereite ich mich auf den Winter vor? Dazu könnt Ihr auch frei entscheiden wie Euer eigenes persönliches Szenario aussehen soll. Ihr könnt aus bis zu 18 Charakteren wählen welche in Eurer Gruppe sein sollen, wie viele Tage müsst ihr aushalten bis es zum Waffenstillstand kommt, wie hart ist der Winter? Wie schnell kommt er? Welche anderen Schauplätze gibt es und womit sind diese besetzt? Die Motivation wird jederzeit hochgehalten und der Wiederspielwert ist enorm, auf Grund der vielen gebotenen Optionen.

 

This War of Mine

Besonders weil es für uns auch viel zu lernen gibt, es gibt kein Tutorial welches uns an die Hand nimmt und Uns erklärt wie das Spiel funktioniert. Das müssen wir selber herausfinden. Noch nicht einmal die Gegenstände oder die Kämpfe werden erklärt. Was aber auch einen besonderen Reiz ausmacht. Genauso gibt es Anzeigen zu dem Zustand der Charaktere. Aber wie Hungrig ist hungrig? Wie lange kann ich es ignorieren, muss ich diese Erkältung mit Medikamenten behandeln oder kann ich sie ignorieren?

Ein Kritikpunkt ist leider die Steuerung, verrichtet sie sonst überall gute Dienste, kann man bei vorbeigehen an einer Treppe schon einmal wahnsinnig werden. Weil man rennt ma runter oder hoch und wollte aber vorbei oder umgekehrt.

Aber selbst das bringt einen nicht wirklich dazu den Controller in die Ecke zu werfen. Zu motivierend ist der Spielverlauf; aber auch sehr bedrückend trotzdem. Umso größer kann dann die Freude sein über die kleinen Dinge des Lebens. Endlich mal jedem eine warme Mahlzeit gegeben zu haben, ein neues Spielzeug für die Kinder zu haben, oder sogar wirklich den Krieg überlebt zu haben.

 

Folge 1.Standbild002

Grafisch und von der Inszenierung her geht This War of Mine seinen ganz eigenen Weg. Keine große Story, kein Grafikfeuerwerk das abgeraucht wird, sondern nur diese einfach gezeichneten Bilder wo Ihr nur Einfluss auf den Bleistift Stil nehmen könnt.

Und trotz all der Beklemmung, des schlechten Gefühls wenn man andere bestiehlt ist es jedes Mal aufs neue eine tolle Erfahrung. Und vor allem eine besondere Erfahrung die man einfach gemacht haben sollte.
Letztendlich geht es in This War of Mine eigentlich nur um eine Frage:

Wie weit bist du bereit zu gehen?

Und leider. Viel zu selten wurde mir diese Frage so von einem Spiel gestellt.

 

This War of Mine

Fazit:

This War Of Mine ist bedrückend und zeigt einem unverblümt das wahre Gesicht des Krieges, keine Helden, kein Happy End. Worum es in diesem Krieg geht wird auch nicht erklärt – weil es einfach nicht von Belang ist. Die Fratze des Krieges aus der Sicht der unbeteiligten die jeden Tag aufs Neue um das Überleben kämpfen und jede Nacht eine gefährliche ist dies es zu überstehen gilt.

11Bit Studios haben mit diesem „Spiel“ das Gesicht des Krieges ganz nah vor unsere Augen geführt, so nah das wir bei jedem Atemzug die Schonungslosigkeit spüren, das Leid schmecken können. Am Ende des Spiels wird mir gezeigt, wie ich mich entschieden habe. Wie ich Werte und Normen vielleicht hinter mir gelassen habe um mein eigenes Ziel zu erreichen.

Eine bemerkenswerte Leistung.    

Prädikat: besonders wertvoll

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